• Claudia

Die Kunst den Heuhaufen von der Nadel zu trennen.

Aktualisiert: 19. Dez 2020

Wie Du aus Überforderung in Klarheit kommen kannst.




Neulich habe ich den Film „100 Dinge“ mit Matthias Schweighöfer und Florian David Fitz gesehen, der mich sehr berührt hat, weil dieser Film etwas sehr Wesentliches transportiert und mir das alte Volkslied „froh zu sein bedarf es wenig und wer froh ist, ist ein König“ wieder ins Gedächtnis gerufen hat. Um es kurz auf den Punkt zu bringen, ohne zu viel zu verraten: durch eine Wette trennen sich die beiden Freunde von all ihren weltlichen Dingen und entdecken dabei ihre Werte neu.


Wir leben in einer Zeit, die

  1. auf die ein oder andere Art sehr herausfordernd ist und

  2. in der eine permanente Überforderung stattfindet.


Sei es durch den Informations-Flut-Dschungel, durch den Ich-will-immer-mehr-Konsum-Rausch oder durch Schneller-besser-weiter-Optimierungs-und-Anforderungs-Wahn. Das ist Stress. Stress kann auf Dauer seelisch und körperlich krank machen und vor allem: nicht froh und nicht glücklich. Wir haben uns aber mittlerweile so daran gewöhnt, dass es zu unserem Alltag gehört.


Was hat das mit mir gemacht?


Ich war 2018 für fünf Monate in Mecklenburg-Vorpommern und habe dort in einem Hotel als Projektmanagerin gearbeitet. Meine Unterkunft war ein Hotelzimmer und ich hatte nur zwei Taschen Klamotten und ein paar persönliche Dinge dabei. Morgens nach dem Aufstehen hatte ich ein Ritual: ich habe mich ans offene Fenster gesetzt und in die Weite über die Pferdekoppeln geschaut. Da hoppelten Häschen vorbei oder die Pferde rannten auf der Weide umher. Die Vögel kamen an mein Fenster und ich war beseelt von dieser Schönheit, Ruhe und Weite.


Mir wurde bewusst, wie wenig ich brauche, um glücklich zu sein. Daraufhin habe ich meine Wohnung in der Stadt gekündigt und meine Möbel in einer Lagerbox untergebracht, nachdem ich mich von sehr, sehr vielen Dingen getrennt habe. Alles was ich gerade brauche, passt noch immer in mein Auto. So lebe ich seither. Anfang 2020 war ich für 3 ½ Monate auf Teneriffa und hatte dort auch nur einen Koffer dabei, wohnte in einem 1-Zimmer-Appartement, mit kleiner Küchenzeile, Bad und meinem geliebten Balkon mit Meerblick. Auch da war die Weite, Ruhe und Schönheit das, was mich zu dem Verständnis meiner Aufgabe geführt hat:


Auf das Wesentliche kommt es an.

Ich habe meinen Heuhaufen von der Nadel getrennt. Das war ein Prozess und der war auch nicht immer schön. Denn das heißt auch: Abschied nehmen und loslassen. Im Loslassen habe ich mich mein Leben lang schon geübt (siehe dazu meinen Blogartikel: Schöner Scheiß. Schönes Scheitern.).


Wie kannst Du nun Deinen Heuhaufen von der Nadel trennen?


Du brauchst keine Angst zu haben, dass Du nun alles aufgeben und loslassen musst. Ich höre Dich gerade schreien: NEEEEIIIINN, ich will alles behalten und mich nicht trennen und was quatscht die Tante da. Und überhaupt: was haben Deine persönlichen Erfahrungen mit meinem Business zu tun?


Ich kann natürlich nur gut beraten und mich auf das Wesentliche (z. B. bei der Erstellung von Webseiten oder bei neuen Projekten, die in die Welt gebracht werden wollen) konzentrieren, wenn ich selbst die Erfahrung gemacht habe, was dies in Gänze bedeutet. Deshalb habe ich diesen Weg für mich beschritten. Beruflich und privat. Beides ist für mich nicht trennbar.


Dein Weg kann und wird sicherlich ein ganz anderer sein.


Deshalb hier ein Tipp wie Du anfangen kannst, Deinen Heuhaufen von Deiner Nadel zu trennen.


Mache Dir zwei Spalten. Links schreibst Du Business drüber und rechts Persönlich. Dann frage Dich:

  1. Was ist für mich wesentlich?

  2. Was macht mich froh?

  3. Wer bin ich, wenn ich nichts mehr besitze (Haus, Partner, Job, Geld)?

  4. Wer oder was überfordert mich?

  5. Was hemmt mich, vorwärts zu kommen oder wo stecke ich fest?

  6. Von was kann und will ich mich trennen?

  7. An was halte ich auf Teufel komm raus fest?

  8. Wie kann ich z. B. auch Dinge vereinen?

  9. Was kann ich alleine und wo brauche ich Hilfe?

Schau Dir an, was Du bei beiden Seiten geschrieben hast und vergleiche, ob sie sich ähneln. Jetzt hast Du zumindest schon einmal den ersten Schritt getan und Dir etwas Klarheit verschafft.


Wenn Du Dir jemand an Deiner Seite wünschst, der Dir dabei hilft, Klarheit in Dein Chaos oder in Deine Unklarheiten zu bringen, dann sprich mich an und schreib mir eine Mail an: claudia@claudiaseitzinger.de. Ich freue mich, Dich auf dem Weg zum Wesentlichen zu begleiten.


Namasté Claudia



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