• Claudia

Kreativ unkreativ.

Kreativität ist in jedem von uns, doch jeder Mensch lebt seine Kreativität anders aus.





Ein Künstler, ob in der Musik, Malerei, Schriftstellerei oder Schauspielerei bringt das zum Ausdruck, was ihn innerlich bewegt. Ein Steuerfahnder ist kreativ, indem er wie ein Detektiv Fakten und Beweise sammelt, um den Steuersünder zu entlarven. Ein Apotheker kann kreativ und individuell Medikamente herstellen und somit zur Verbesserung des Gesundheitszustands von Patienten beitragen.


Alles immer unter der Voraussetzung, dass man

  1. die eigene Kreativität in dem was man macht überhaupt erkennt und

  2. den Antrieb hat etwas zu bewirken, zu verbessern oder etwas Neues in die Welt zu bringen.


Kreativität kann man nicht erzwingen.


Es ist wie mit allem im Leben, je mehr Du etwas unbedingt willst, je mehr Du Dich unter Druck setzt, desto weniger Kreativität kann durch Dich wirken. Ich wollte unbedingt Grafik Designerin werden und bin auf die Fachoberschule Gestaltung gegangen. Damals gab es noch kein Webdesign oder digitale Werkzeuge. Es war klassischer Kunstunterricht. Ich saß neben einem Klassenkameraden, der fotorealistisch zeichnen konnte und eine unfassbare Geduld hatte ein Bild fertig zu stellen. Ich hingegen bin eher diejenige, ohne Geduld. Bei mir muss ein Bild in längstens einer Stunde fertig sein. Drei Wochen an einem Bild – unvorstellbar. Nun habe ich mich aber mit ihm verglichen und das hat mich auf ganzer Linie entmutigt. Denn für mich stand fest: ich kann gar nix und schon überhaupt nicht als Grafikdesignerin arbeiten. Also habe ich diesen Wunsch in die Schublade gepackt und mich als Sekretärin, Assistentin der Geschäftsleitung und Event-Managerin versucht. Das ging auch, hat mich aber nie erfüllt.


Der Wunsch etwas Eigenes und Kreatives zu machen, war immer noch da.


2004 bot sich mir dann die Chance und ich habe eine Make-up-Artist & Hair-Stylist Schule gegründet. Hatte ich davon Ahnung? Nein, kein Stück. Weder von Make-up & Haaren, noch von einem Schulbetrieb.

Was ich aber schon immer konnte: ich habe ein sehr gutes Auge, eine gute Vorstellungskraft, ein fotografisches Navigationssystem im Kopf und ein Verständnis für Farben und Formen. Außerdem kann ich Zusammenhänge sehr gut erkennen und einzelne Teile zu einem kompletten Bild verbinden.


So habe ich damals eine der größten Schulen Deutschlands aufgebaut. Einfach indem ich anders an die Sache herangegangen bin. Ich kannte mein Endbild und habe mir dann sukzessive das Know-how beigebracht und mir gute und sehr fähige Menschen an meine Seite geholt. Es fing mit "Kinderschminken" an und endete mit Fashion & Beauty-Shootings.


Warum habe ich die Schule nicht mehr? Weil ich irgendwann erkannt habe, dass ich sehr gut bin Ideen auszudrücken, aber es nicht meine Aufgabe ist diese Ideen auch selbst umzusetzen. Das Ende kam durch einen Satz, der mir eines morgens durch den Kopf schoss: „für wen habe ich diese Schule eigentlich aufgebaut“? Damit war das Ende besiegelt.


Unkreativ kreativ.


Selbst bin ich ziemlich unkreativ in allen möglichen Dingen, wie z. B. Kochen, Handarbeiten, Buchhaltung ...


Meine kreative Gabe kommt erst so richtig in Schwung, wenn ich ein Gegenüber habe. Ich habe erkannt, dass es nicht um meine Ideen, Geschäftsmodelle oder Projekte geht, sondern egal welche Ideen gerade in die Welt gebracht werden wollen, ich diese schon sehr früh wahrnehme, visualisieren und ausdrücken kann.


Das was ich immer dachte, dass ich selbst etwas Großes hervorbringen möchte und dafür Applaus bekommen wollte, war nur mein Ego und damit gewinnt man keinen Blumentopf, geschweige denn Anerkennung.


Also freue ich mich jetzt um so mehr, Menschen entweder in ihre Kreativität zu bringen oder sie bei ihrer Kreativität zu unterstützen.


Für mich ist jeder Mensch kreativ. Jeder Mensch hat seinen eigenen Ausdruck und Stil. Und jeder Mensch bringt seine einzigartige Gabe mit auf die Welt. Auch Du!


Namasté Claudia



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